Probewochenende Jugendorchester

Leider musste das Probewochenende des Jugendorchesters dieses Jahr aufgrund der Corona Pandemie abgesagt werden. Das Jugendkonzert am 1. Advent kann leider auch nicht wie geplant stattfinden und muss abgesagt werden.
Das Probewochenende hat in der Jugendarbeit des Musikverein Auenstein eine lange Tradition. 1995 fand bereits das 1. Probewochenende unter Leitung von Jürgen Riedinger statt. Im Archiv haben wir den Bericht des 2. Probewochenendes aus dem Jahr 1996 gefunden. Wir wünschen viel Spaß mit einem kleinen Rückblick in die Vergangenheit:

Probewochenende des Jugendorchesters vom 26. bis 28. April 1996

Am Freitagabend gegen 18 Uhr war es wieder einmal soweit: Ein buntes Durcheinander von Kindern, Instrumenten, Gepäck und Eltern am Probelokal des Musikvereins Auenstein. 23 Jungmusiker im Alter von 12 bis 18 Jahren und
ihre 2 Betreuer wurden von einigen Eltern zur Jugendherberge in Ludwigsburg gefahren. Dort wurde das diesjährige Probewochenende zur intensiven Vorbereitung auf das bevorstehende Muttertagskonzert abgehalten.

Nach der Ankunft in der Jugendherberge hielt Jürgen die obligatorische Ansprache über Regeln und Ablauf des vor uns liegenden Wochenendes. Anschließend wurden die Zimmer verteilt, Betten bezogen, Probe- und Aufenthaltsraum besichtigt und in Beschlag genommen. Nun konnte die erste einstündige Gesamtprobe beginnen. Zum Abschluss des Abends wurden die mitgebrachten Spiele ausgepackt und einige sahen sich zusammen den Film “Die Feuersteins” an. Irgendwann ging dann auch der Letzte freiwillig ins Bett.
Obwohl alle in ihren Betten lagen, war noch bis spät in die Nacht Geflüster und Gekicher zu hören.



Für manche war die Nacht recht kurz ausgefallen. Trotzdem erschienen am Samstagmorgen alle pünktlich um 8 Uhr zum Frühstück. So konnten gegen 9 Uhr die Registerproben beginnen. Heike, Peter und Norbert waren dafür extra zu uns gekommen. Sie brachten auch Sabine und Timo mit, die nicht am gesamten Wochenende teilnehmen konnten. Die 4 Gruppen verteilten sich auf 3 Räume und den Flur. Die folgenden 3 Stunden übte Norbert mit den Trompeten, Tenorhorn und Tenor-Saxophon, Peter mit den Schlagzeugern, Heike mit den Flöten und Jürgen mit den Klarinetten und Saxophonen. Das Mittagessen hatten sich alle redlich verdient. Norbert, Heike und Peter konnten sich wieder verabschieden.

In der Mittagspause bekamen wir Besuch von unserem Daniel, der sich auch sofort bereiterklärte, mit Silke und einigen der Jugendlichen zur nächsten Tankstelle zu spazieren, wo wir uns mit Eis und Süßigkeiten versorgten.
Wieder in der Jugendherberge begann auch schon der gefürchtete Theorietest. 1,5 Stunden rauchten die Köpfe über den teilweise kniffeligen Aufgaben. Der Test wurde nicht streng bewertet, sondern sollte Jürgen lediglich einen
Überblick über den Kenntnisstand seiner Musiker vermitteln.



Da manche den ersten Spaziergang zur Tankstelle verpasst hatten, ging Silke noch einmal mit einer kleinen Truppe los, die ebenfalls die Eistheke der Tankstelle stürmten. Die Zurückgebliebenen warteten schon auf uns, um die für diesen Tag letzte Gesamtprobe hinter sich zu bringen. Nach 2 Stunden waren alle reif fürs Abendessen, allgemeine Erschöpfung breitete sich aus. Doch nach einiger Zeit war auch diese Phase überwunden und es meldeten sich doch tatsächlich 3 Bewegungswillige bei ihren Betreuern. Wir spielten zusammen Tischtennis und so nach und nach fanden sich alle bei der Tischtennisplatte im Freien ein, um kräftig mitzumischen.

Als es dunkel wurde, gingen wir ins Haus zurück. Diverse Spiele kamen wieder zum Vorschein. Trüppchenweise verschwanden die Jugendlichen nach oben in ihre Zimmer. Als besonders hartnäckig erwies sich das Schlagzeugregister und eine Saxophonistin, sie wurden einfach nicht müde. Also spielten wir Schlafmütze. Als unser Sebastian doch am Tisch eingeschlafen war, mitspielen wollte er schon nicht mehr, erklärte Jürgen den Abend offiziell als beendet. Hatten Jürgen und Silke wirklich geglaubt, diese Nacht schliefen alle? Gewisper und Geflüster war auch diese Nacht aus verschiedenen Zimmern zu hören. Die Besetzung von Zimmer 311 gab sogar mitten in der Nacht ein paar Schlaflieder zum Besten. Da aber doch ein Großteil geschlafen hatte, hielt sich alles in Grenzen.

Auch am Sonntagmorgen erschienen alle, wenn auch einzelne übernächtigt, pünktlich um 8 Uhr zum letzten gemeinsamen Frühstück. Hinterher packten wir unsere Sachen in den Zimmern zusammen und kehrten in den Zimmern, im Flur und im Aufenthaltsraum den Boden. Nachdem das geschafft war, konnte Jürgen die letzte 3stündige Gesamtprobe abhalten. Daniel kam dazu und versuchte mal wieder das Orchester mit seiner Posaune zu unterstützen. Vor dem Mittagessen wurde dann auch noch der Proberaum wieder in Ordnung gebracht. Nach dem Essen hieß es Abschied nehmen, einige Eltern holten uns wieder ab und schon lag das Probewochenende hinter uns.

Insgesamt wurden 6 Stunden Gesamtprobe, 3 Stunden Registerprobe und 1,5 Stunden Theorie bewältigt. Doch trotz dieser anstrengenden Probearbeiten, die sowohl den Jugendlichen, als auch Jürgen, einiges an Konzentration,
Geduld und vor allem Disziplin abverlangte, blieb noch genügend Zeit für gemeinsame Freizeitgestaltung, und alle Beteiligten können wohl auf ein erfolgreich verlaufenes Wochenende zurückblicken, das mal wieder gezeigt hat, was für eine tolle Truppe die Jungmusiker der Musikvereins Auenstein sind.

Jürgen Riedinger
Jugendleiter